Feierliche Segnung des neuen Wohnhauses des Don Bosco Flüchtlingswerkes

27. Juni 2018

 

Bis zu 30 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge finden im neuen Wohnhaus sozialpädagogische Betreuung, Begleitung und ein Zuhause auf Zeit.

 

Wien (OTS) - Ende Juni 2018 beziehen zwei Wohngemeinschaften des Don Bosco Flüchtlingswerkes das neue Haus in Wien-Inzersdorf. Aus diesem Anlass wurde am 21. Juni 2018 eine feierliche Segnung vorgenommen. Die drei Träger dieser Initiative sind die Salesianer Don Boscos, die Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“. Sie setzen damit ein deutliches Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit jungen geflüchteten Menschen in Österreich.

 

Im neuen Wohnhaus wird die gewohnte Betreuungsqualität des Don Bosco Flüchtlingswerkes weiter gelebt und entwickelt. Die 14 bis 18-jährigen Burschen werden in allen Lebensbereichen von den Betreuer/innen-Teams gefördert und gefordert, damit das Leben auch dieser jungen Menschen gelingt. 

 

Junge Menschen groß machen

Pater Petrus Obermüller SDB, Provinzial der Salesianer Don Boscos in Österreich,  betonte, dass das Flüchtlingswerk in seiner Arbeit den Blickwinkel auf die jungen Menschen legt und sie damit groß macht: „Mit dem neuen Wohnhaus ist jetzt Raum geschaffen, wo sich junge Flüchtlinge entwickeln können.“ 

 

Geborgenheit und Vertrauen

Schwester Maria Maul FMA, Provinzleiterin der Don Bosco Schwestern hob die Wichtigkeit hervor, jungen Menschen die Grundlagen für ein gelingendes Leben zu bieten: „Begleitung, Bildung und Beheimatung sind die Basis für ein gelingendes und selbstständiges Leben. Wir müssen Vertrauen in die Jugendlichen haben, ihre Stärken und ihre Talente sehen und fördern. Geborgenheit und Vertrauen lassen wachsen.“

 

Zukunftsperspektiven bieten

Reinhard Heiserer, Vorstandsvorsitzender von Jugend Eine Welt, betonte bei seinen Grußworten die Wichtigkeit, jungen Menschen Bildung und Zukunftsperspektiven zu bieten. „Jeder Mensch braucht einen Rückzugsort, der einen Stützpunkt für seine aktive Lebens- und Zukunftsgestaltung bietet. Möge dieses Haus für viele junge Menschen ein temporärer Kraftort und Stützpunkt sein, damit sie trotz Ausgrenzung und Fluchterfahrungen zukunftsgerichtete Angebote und Möglichkeiten erhalten, positive Lebensperspektiven zu entwickeln und so Akteure einer gelungenen Integration werden.“


Einladung zum Kampagnenauftakt #SicherSein

3. Mai 2018

 

NGOs, ExpertInnen und Engagierte für ein Ende der Abschiebungen nach Afghanistan

 

Wien (OTS) - Für Afghanistan besteht aktuell eine Reisewarnung des österreichischen Außenministeriums. Dennoch werden Menschen nach Kabul abgeschoben. Menschenrechtsorganisationen, ExpertInnen und viele engagierte Menschen setzen sich in Form einer gemeinsamen Kampagne für ein Ende der Abschiebungen nach Afghanistan ein.

 

Pressegespräch zum Kampagnenauftakt von #SicherSein – Engagiert gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Zivilcourage hat schon viel bewegt auf dieser Welt. Gemeinsam wollen wir Mut zum Handeln machen. 

Ihre GesprächspartnerInnen: 

Michael Chalupka (Direktor Diakonie Österreich), Erich Fenninger (Direktor Volkshilfe Österreich), Friederike Stahlmann (internationale Afghanistan Expertin), Erika Kudweis (engagierte Unterstützerin), Kabir Abbasi, live Zuschaltung Karl Markovics 

 

Die Kampagne wird initiiert von: Volkshilfe, Diakonie, asylkoordination österreich, Projekt Integrationshaus, SOS Mitmensch, Alpine Peace Crossing und Don Bosco Flüchtlingswerk. Unterstützt wird die Kampagne von Amnesty International Österreich, SOS Kinderdorf, Rotes Kreuz, Arbeiter Samariterbund.

 

Datum: 08.05.2018, 10:00 Uhr

Ort: Presseclub Concordia 

Bankgasse 8, 1010 Wien, Österreich


„Romaria“-Wallfahrt setzt am Samstag, dem 5. Mai 2018 ein Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen

20. April 2018

 

Don Bosco Flüchtlingswerk, Steyler Missionare, Pfarre Schwechat, Salesianer Don Boscos, Katholische Aktion sowie die Salesianische Jugendbewegung laden zur Solidaritätswallfahrt.

 

Wien (OTS) - Als ein starkes Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen versteht sich die 9. "Romaria"-Wallfahrt, zu deren Teilnahme am Samstag, dem 5. Mai ein breites Bündnis von kirchlichen und sozialen Organisationen einlädt. Der 24-Kilometer lange Solidaritätsmarsch mit religiösen und sozialpolitischen Schwerpunkten führt von Schwechat aus entlang der Wiener Südgrenze bis nach St. Gabriel in Maria Enzersdorf, wo die Romaria mit einem politischen Abendgebet ihren Abschluss findet. Dazukommen und Aussteigen ist jederzeit möglich. 

 

Themen: Flüchtlingssituation und Asylpolitik

„Die Romaria soll die Solidarität mit allen Schutzsuchenden in Österreich mit dem Protest gegen restriktive Fremden- und Asylgesetze sowie gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit verbinden. An den Zwischenhalten am Weg gestalten Flüchtlingshilfe-Organisationen Impulse, die auf die aktuelle Asylpolitik sowie die Situationen, Motive und Ängste der Flüchtlinge hinweisen“, so Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes. Zu den Unterstützern zählen u.a. die Asylkoordination, Diakonie, Asyl in Not und der Jugendrat der islamischen Glaubensgemeinschaft.

 

„Besonders geflüchtete Menschen aus Afghanistan leben derzeit in großer Angst, da immer noch Rückführungen dorthin stattfinden, obwohl das Land von extremer Gewalt geprägt ist“, sagt Eva Kern. „In der aktuellen Situation, in der junge integrierte und arbeitswillige Flüchtlinge, denen Österreich zur Heimat geworden ist, abgeschoben werden, ist es wichtiger denn je, einen Appell der Menschlichkeit an die Gesellschaft und die Politik zu richten.“

 

Kulturelle Vielfalt als Bereicherung erkennen

Kulturelle Diversität ist eine Bereicherung für jede Gesellschaft. „Das Zulassen von Vielfalt fördert die Entfaltung der unterschiedlichen Fähigkeiten der Menschen. Vielfalt fördert ein Zugehen der Menschen aufeinander und in Folge ein Miteinandergehen in guten und in schlechten Zeiten“, so Gabriele Kienesberger von der Katholischen Aktion und der Initiative „Christlich geht anders“ abschließend.

 

9. Romaria-Wallfahrt

Als ein starkes Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen versteht sich die 9. "Romaria"-Wallfahrt, zu deren Teilnahme ein breites Bündnis von kirchlichen und sozialen Organisationen einlädt. Der 24-Kilometer lange Solidaritätsmarsch mit religiösen und sozialpolitischen Schwerpunkten führt von Schwechat aus entlang der Wiener Südgrenze bis nach St. Gabriel in Maria Enzersdorf, wo die Romaria mit einem politischen Abendgebet ihren Abschluss findet.

 

Datum: 05.05.2018, 08:00 - 19:30 Uhr

Ort: Schwechat bis Maria Enzersdof, Österreich


Menschenrechte müssen Kompass der Politik und Gesellschaft sein

7. Dezember 2017

 

Don Bosco Flüchtlingswerk: Werte wie Gleichheit, Hilfsbereitschaft und Respekt müssen gelebt werden und Menschenwürde gewahrt bleiben.

 

Wien (OTS) - Die Einhaltung der Menschenrechte ist auch im 21. Jahrhundert noch keine Selbstverständlichkeit. In vielen Ländern klafft ein tiefer Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit. „Auch Österreich als moderner Sozialstaat agiert hart an der Grenze. Geplante Kürzungen der Mindestsicherung bis weit unter die Armutsgrenze oder die Aushöhlung des Asylrechts stellen die Menschenrechte in Frage“, sagt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerks, eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“.

 

Menschenunwürdige Asylpolitik

Vermehrt droht fleißigen und gut integrierten Asylwerbern die Abschiebung. „Die aktuelle Asylpraxis ist rücksichtslos und kontraproduktiv. Engagierte Menschen, die teils mitten in der Ausbildung stehen werden über Nacht angehalten und im Eiltempo rückgeführt. Der Integrationswille zählt nicht. Schutzbedürftige Menschen, Arbeitgeber/innen und Helfer/innen stehen diesen Maßnahmen ohnmächtig und frustriert gegenüber“, so Kern und fordert eine menschenwürdige Asylpolitik im Sinne der Menschenrechte, die persönliche Schicksale und weiteres Fortkommen berücksichtigt. 

 

Gleichheit für alle Menschen

„Die geplante bundesweite Kürzung der Mindestsicherung für Asylberechtigte wie subsidiär Schutzberechtigte und die Deckelung der Sozialleistungen für Familien sind ein Fehler, da sie Menschen, die ohnehin nichts haben noch tiefer in die Armut und damit in die Chancenlosigkeit treiben“, empört sich Kern. Davon betroffen sind auch viele Kinder und Jugendliche. „Wir unterstützen die Forderung einer Kinderkostenstudie. Im Kampf gegen Kinderarmut ist die Erhebung der tatsächlichen Kosten für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Schritt“, so Kern abschließend.

 

Völkerrechtliche Verträge stehen für Menschenwürde und Menschenrechte. Es gilt, diese als Grundlage bei politischen Entscheidungen heranzuziehen und mit Vehemenz zu verteidigen. 


Tag der Kinderrechte: Zukunftsperspektiven von minderjährigen Flüchtlingen nicht zerstören!

17. November 2017

 

Don Bosco Flüchtlingswerk appelliert an die Regierungsverhandler: Minderjährige Flüchtlinge dürfen nicht als Kinder und Jugendliche 2. Klasse behandelt werden.

 

Wien (OTS) - Die Kinderrechtskonvention besagt, dass jedes Kind ein Recht auf eine angemessene soziale Absicherung hat. „Wir appellieren an die Regierungsverhandelnden, die Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen, ihre Rechte zu schützen und keine Maßnahmen zu planen, die zu Kinderarmut und Kinderrechtsverletzungen in Österreich führen“, sagt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerks, das von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und von „Jugend Eine Welt“ getragen wird.  

 

„Insbesondere Kinder aus geflüchteten Familien und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) werden schon jetzt massiv benachteiligt. Das beginnt bei der Gesundheit, führt über Bildung und endet bei der sozialen Teilhabe“, so Kern und weiter: „Die neue Regierung sollte alles daran setzen, die Zukunftsperspektiven minderjähriger Flüchtlinge nicht zu zerstören, sondern vielmehr ihre Diskriminierung in der Grundversorgung zu beenden und gleiche Betreuungsstandards für alle Kinder in Österreich sicherzustellen.“  

In diesem Zusammenhang verweist das Don Bosco Flüchtlingswerk als Mitglied des „Netzwerks Kinderrechte Österreich“ auch auf dessen aktuelle Forderungen an die zukünftige Regierung und den Nationalrat. 

 

Nicht bei den Ärmsten sparen

Sparmaßnahmen dürfen nicht auf dem Rücken der Allerärmsten ausgetragen werden. „Aktuell wird über eine einheitliche Kürzung der Mindestsicherung für Asylwerber diskutiert. Armut hat nicht nur finanzielle Aspekte, sondern wirkt sich auch auf das Sozialleben, die Gesundheit und die Chancengleichheit von Minderjährigen aus und erschwert im Fall von minderjährigen Flüchtlingen ihre gute Integration in die österreichische Gesellschaft. Mit den geplanten Einsparungen löst man keine Probleme, sondern schafft eine größere Kluft zwischen Arm und Reich und für die Zukunft noch mehr Probleme“, so Kern.  

 

Härte bei Rückführungen

Die Zahl der Rückführungen von 5.788 Menschen bis Ende Oktober ist im Vergleich zum Vorjahr um 50,7% gestiegen. Dazu Kern: „In viel zu vielen Fällen demonstriert Österreich hier soziale Härte und Unmenschlichkeit - insbesondere bei jungen Asylwerbern, die während ihrer Lehrzeit abgeschoben werden. Die Gesetzeslage sollte künftig unbedingt Rücksicht auf den Fortschritt der Lehre sowie auf die Interessen der Lehrherren nehmen. Das Mindeste wäre, die jungen Menschen ihre Lehre zu Ende bringen zu lassen und ihnen damit eine Zukunftschance im Herkunftsland zu geben. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist in jedem Fall eine gute Investition in die Zukunft junger Menschen, egal ob sie in Österreich bleiben, oder in ihr Heimatland zurückkehren.“   

 

Zum Weiterlesen: Offener Brief an die 183 Nationalratsabgeordneten und die zukünftigen Regierungsmitglieder auf www.kinderhabenrechte.at


„FEEL LIKE A REFUGEE“ am Langen Tag der Flucht

27. September 2017

 

Don Bosco Flüchtlingswerk bringt in einem Workshop Besuchern die harte Lebensrealität junger Flüchtlinge in Österreich näher.

 

Wien (OTS) - Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden in Österreich mit einer restriktiven Asyl- und Flüchtlingspolitik konfrontiert. „Anzweiflung der Angaben sowie der Identität, Altersgutachten, das schwierige Leben mit Sprach- und Systembarrieren und nicht zuletzt die Befragung beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA), die über ihr gesamtes weiteres Leben entscheidet, sind für die jungen Menschen extrem belastend. Im Workshop haben die Teilnehmer die Möglichkeit, unterschiedliche Erfahrungen minderjähriger Flüchtlinge auf dem langen und beschwerlichen Weg zur Asyl-Entscheidung in einer Lightversion ansatzweise nachzuvollziehen“, erklärt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerks, eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“.  

 

Bei ´Feel like a refugee´ schlüpfen die Besucher in das Leben eines jungen Flüchtlings. „Sie erhalten eine Identität als Flüchtling mit einer Lebensgeschichte und beantragen in Österreich Asyl. Der Workshop führt sie durch einige klassische Stationen, die ein junger Flüchtling in den ersten Jahren seines Aufenthaltes in Österreich erlebt, wie Erstaufnahme, Altersfeststellung, Interview beim BFA, Sprachkurs und Bekanntgabe des Bescheides“, so Kern und weiter: „Dabei sind das Gefühl der Enge, die standardisierte Kommunikation, das Infragestellen der Angaben, das Nichtverstehen der Sprache und das Warten durchaus beabsichtigt.“ 

 

Kinder- und Menschenrechte hochhalten

„Mit dem Workshop möchten wir darauf aufmerksam machen, dass in der Asylpolitik sehr oft auf den Menschen hinter dem Flüchtling vergessen wird. Flüchtlinge werden als Bittsteller und als Menschen 2. Klasse behandelt. Österreichs Asylpolitik scheint ihnen jegliche Hoffnung auf ein gelingendes Leben nehmen zu wollen“, so Kern. 

Den Abschluss des Workshops bilden klärende Gespräche mit Mitarbeiter/innen des Don Bosco Flüchtlingswerks bei einer kleinen Stärkung. Die Schulveranstaltung ist ausgebucht. Medienvertreter und einzelne Besucher sind herzlich willkommen.

 

Wann: Freitag, 29. September 2017 von 9.30 Uhr – 13.00 Uhr

Wo: SALE FÜR ALLE, Hagenmüllergasse 31, Eingang Dietrichgasse, 1030 Wien


Weltflüchtlingstag: Menschlichkeit zeigen und Perspektiven bieten!

19. Juni 2017

 

Don Bosco Flüchtlingswerk kritisiert Abschiebungen nach Afghanistan und geplante Verwehrung von Nachqualifizierungslehrgängen für junge Flüchtlinge.

 

Wien (OTS) - Aus purer Angst um ihr Leben haben afghanische Kinder und Jugendliche Schutz in Österreich gesucht und gefunden. Und leben dennoch in ständiger Angst. „Denn trotz der erneuten Eskalation im Bürgerkrieg und Anschlägen auf die Zivilgesellschaft in Afghanistan hält Österreich an den Abschiebungen, wovon auch ehemalige unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betroffen sind, fest. Deutschland hat die Abschiebungen hingegen längst eingestellt“, empört sich Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“ und betont: „Zwangs-Rückführungen nach Afghanistan bringen zum aktuellen Zeitpunkt Menschen in Lebensgefahr und sind ein Verstoß gegen das Non-Refoulment-Gebot der Genfer Flüchtlingskonvention. Es ist zudem unsere christlich humanitäre Pflicht, Schutz zu gewähren. Österreich muss die Abschiebungen sofort stoppen!“

 

Auch die vor kurzem begutachtete Fremdenrechtsnovelle sieht menschenrechtlich bedenkliche Änderungen vor. „Neben Beugehaft und Abschiebezentren sind grobe Einschnitte bei der Grundversorgung für Asylsuchende vorgesehen. Die Betroffenen, darunter Kinder und Jugendliche, hätten keinen Zugang mehr zu medizinischer Versorgung. Das kann nicht sein“, so Kern.

 

Zukunft gewähren, nicht verwehren!

Bildung bedeutet Integration, Tagesstruktur und vor allem eine Zukunftsperspektive. „Die niedrigste abgeschlossene Schulausbildung ist der Pflichtschulabschluss. Jugendlichen Flüchtlingen diesen zu ermöglichen, ist das gemeinsame Ziel von NGOs und Politik“, sagt Kern und weiter: „Jedoch übersteigt die Nachfrage das Angebot bei weitem. Es fehlt an Plätzen. Bis dato konnte der Mangel mit Nachqualifizierungslehrgängen kompensiert werden. Künftig soll jedoch nur mehr ordentlichen Schülern der Zugang zu diesen Lehrgängen gewährt werden. Eine höchst problematische und kurzsichtige Entscheidung, die dazu führen wird, dass eine wachsende Menge an jungen Menschen keine Bildung erhalten und weder Beschäftigung noch einen strukturieren Tagesablauf erfahren wird. Wir appellieren an die Verantwortlichen, den jungen Menschen die Nachqualifizierungslehrgänge nicht zu verwehren beziehungsweise neue ausreichende Angebote zu schaffen.“


8. Romaria setzt am 6. Mai ein Zeichen der Solidarität mit Schutzsuchenden

3. Mai 2017

 

Das Don Bosco Flüchtlingswerk, die Don Bosco Familie und die Katholische Aktion laden zur 12-Kilometer-Solidaritätswallfahrt mit Flüchtlingen.

 

Wien (OTS) - Die Romaria setzt ein klares Zeichen der Solidarität mit Schutzsuchenden und ruft dazu auf, gemeinsam gegen Fremdenhass, Rassismus und Diskriminierung einzutreten. „Das Asylrecht wurde innerhalb von sechs Jahren acht Mal novelliert, internationale Konventionen werden missachtet und Menschen werden in ein Land abgeschoben, für das die höchste Reisewarnstufe gilt. Kurz: Österreich demonstriert menschliche und soziale Kälte. Es ist wichtiger denn je, zu zeigen dass wir diese Politik nicht unterstützen“, sagt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, das von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“ getragen wird.

 

Für die Wallfahrer geht es um 9.15 Uhr von der Pfarrkirche in Schwechat aus nach Wien-Liesing. „Bei jeder Station gibt es Impulse zum Thema Flucht, die von verschiedenen Organisationen, darunter die Asylkoordination und SOS Mitmensch, gestaltet werden. Im Flüchtlingswerk werden die jungen Flüchtlinge die Wallfahrer verköstigen. Medienvertreter und Interessierte sind herzlich willkommen, die prekären Lebensrealitäten kennen zu lernen und einfache Speisen zu probieren", lädt Kern ein. Die Wallfahrt endet um 16.30 Uhr mit dem politischen Abschlussgebet in der Pfarre Inzersdorf-Neustift, das von Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs und P. Rudolf Osanger SDB, ehemaliger Provinzial der Salesianer Don Boscos gestaltet wird. 


Unmenschlichkeit und Missachtung der Kinderrechte

6. April 2017

 

Don Bosco Flüchtlingswerk: Große Sorge über die jüngsten Entwicklungen im österreichischen Asylsystem und deren Folgen

 

Wien (OTS) - Der Konflikt zwischen Taliban und Regierungstruppen in Afghanistan hat im vergangenen Jahr laut UN-Bericht über 11.000 Zivilisten getötet oder verletzt. „Der 19-jährige Afghane Jawed H., ein völlig unbescholtener integrationswilliger Asylwerber, der als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in Österreich Schutz suchte, wurde vorige Woche in dieses gefährliche Land abgeschoben. Ohne ihm die Möglichkeit zu geben, sich von seinen Freunden zu verabschieden. Laut Aussage seines österreichischen Freundes wurde sogar verabsäumt, seine Geburtsurkunde, die beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl in Verwahrung war, bei der Abschiebung mitzuschicken“, empört sich Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, das von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“ getragen wird.

Während das Außenministerium für Afghanistan eine Reisewarnung der Stufe 6 ausgesprochen hat und vor Minen, Terroranschlägen und kriminellen Übergriffen einschließlich Entführungen warnt, finden weiterhin Abschiebungen statt. Dazu Kern: „Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.“

 

Kinder- und Jugendrechte gewährleisten

Aktuell befinden sich rund 250 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unzureichend betreut in der Bundesbetreuung. „Die UN-Kinderrechtskonvention besagt, dass Minderjährige das Recht auf altersgerechte Betreuung haben. Während NGOs um die notwendige Auslastung zur Aufrechterhaltung der sozialpädagogischen Einrichtungen bangen müssen, geht die Weitervermittlung der Minderjährigen vonseiten der Bundesbetreuung äußerst schleppend voran“, so Kern und schließt mit den Worten: „Es wäre im Sinne aller Beteiligten, NGOs als Partner zu sehen, die nicht nur für die bestmögliche Betreuung von schutzsuchenden Kindern und Jugendlichen sorgen, sondern auch wichtige Infrastruktur und Personalressourcen zur Verfügung stellen.“


Don Bosco Flüchtlingswerk: Halbierung der Flüchtlingsobergrenze löst keine Probleme

20. Januar 2017

 

Kritik an neuerlichen Reformplänen der Flüchtlingsobergrenze und mangelnder humanitärer Hilfe gegenüber Menschen in Not.

 

Wien (OTS) - „Tausende Menschen sind zutiefst verzweifelt, frieren und hungern und anstatt zu helfen um die Not zu mindern wird über eine neuerliche Halbierung der Flüchtlingsobergrenze und über die Errichtung von Containerdörfern diskutiert“, kritisiert Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“ die aktuelle Flüchtlingsdiskussion.

 

„Wir können die Flüchtlinge und die aktuellen Krisenherde auf der Welt nicht einfach ignorieren. Die Menschen sind unterwegs, weil sie realistische Fluchtgründe haben. Und es gibt keine Aussicht auf Besserung der tristen Lage in den Herkunftsländern. Eine Obergrenze wird die Flüchtlinge nicht aufhalten können, sie löst das Problem nicht. Flüchtende Menschen leiden oder sterben somit nur außerhalb unserer Grenzen“, so Kern und weiter: „Vielmehr muss eine sichere kontrollierte Einreise ermöglicht werden und eine vernünftige EU-weite Lösung gefunden werden, die legale Fluchtmöglichkeiten inkludiert. Es wird höchste Zeit, dass der menschenunwürdigen Situation ein Ende gesetzt wird. Dieses Verhalten gegenüber Menschen in Not ist eine Schande für ganz Europa.“


Don Bosco Flüchtlingswerk: Rechte der Menschen respektieren

13. Januar 2017

 

Welttag der Flüchtlinge und Migranten: Den Mensch im Flüchtling sehen und humanitäre Verpflichtungen erfüllen.

 

Wien (OTS) - Entlang der geschlossenen Balkanroute sind zehntausende Flüchtlinge, darunter viele Minderjährige, schutzlos eisigen Temperaturen ausgesetzt. „In Ungarn und Serbien schlafen Flüchtlinge unter freiem Himmel oder in unbeheizten Zelten, auf den griechischen Inseln sitzen tausende Flüchtlinge fest und trotz der Versprechungen und Ankündigungen der EU bessert sich die Lage kaum“, empört sich Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, das von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“ getragen wird. Kern weiter: „Wir sind im Rahmen der Genfer Flüchtlingskonvention dazu verpflichtet, den Menschen zu helfen. Der Winter ist noch lange nicht vorbei.“

 

Angemessene Sprachkultur

Hasspostings im Internet und die teils fremdenfeindliche Debattenkultur der Politik sieht Kern mit großer Sorge. „Der zunehmenden Aggressivität im Internet und in der öffentlichen Sprachkultur muss entgegengewirkt werden. Die Verrohung ist erschreckend. Asylwerber dürfen nicht mit gewaltbereiten Ausländern in einen Topf geworfen werden sondern müssen als Menschen gesehen werden, die zum Wohlstand und zum Fortschritt aller beitragen können“, sagt Kern. „Politik und Medien müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und sich einer überlegten und achtsamen Wortwahl bedienen.“

 

„Apropos Sprache“, so Kern abschließend: „Eine aktuelle Erhebung von SOS-Mitmensch zeigt große Unterschiede bei Deutschkursangeboten und Kursintensität in den Bundesländern. Ein bundesweit einheitliches Vorgehen beim Deutschkursangebot ist notwendig. Die gemeinsame Sprache ist ein wesentlicher Faktor zu einer gelingenden Integration.“


Neujahrsansprache 2017: Gleiche Chancen für alle Kinder!

28. Dezember 2016

 

Die Kampagne „Keine halben Kinder“ lässt in einer Neujahrsansprache österreichische Kinder zu den Themen Gleichheit und Zukunft zu Wort kommen.

 

Wien (OTS) - Die späte Angelobung des Bundespräsidenten am 26. Jänner hat zur Folge, dass es am 1. Jänner keine Neujahrsansprache des Staatsoberhauptes geben wird. „Aus diesem Grund lassen wir im Rahmen der Kampagne „Keine halben Kinder“ - ein Zusammenschluss von rund sechzig Organisationen aus dem Kinder- und Jugendbereich und über fünfzig Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens - die Menschen zu Wort kommen, in deren Sinne wir die Zukunft gestalten müssten: die Kinder“, erklärt Eva Kern, Initiatorin der Kampagne und Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“.

 

Die Neujahrsansprache ist ein Appell an die Politik und an alle Erwachsenen, nicht kurzfristig sondern langfristig zu denken und auch so zu handeln. „Kinder sind frei von Vorurteilen und denken, sprechen und handeln auch so. Sie unterscheiden nicht nach Herkunftsland, Hautfarbe oder Religion, sondern gehen offen auf andere Menschen zu“, so Kern und erklärt: „Es ist die Aufgabe der Politik und von allen Erwachsenen, langfristige Rahmenbedingungen für ein gelingendes Leben aller Kinder in Österreich zu schaffen. Das wird im politischen Alltag leider viel zu oft vergessen.“

 

In klaren und berührenden Worten richten die Kinder in der Ansprache ihre Zukunftswünsche an die Erwachsenen. Dazu Kern: „Es geht um Gleichbehandlung, Gerechtigkeit und darum, dass jedem Kind die gleichen Chancen geboten werden müssen. Dies sagen nicht nur die Kinder, sondern auch die Kinderrechte, die in Österreich nach Inkrafttreten der Kinderrechtskonvention vor über 25 Jahren noch immer nicht in vollem Umfang umgesetzt werden.“

 

Die Neujahrsansprache der Kinder ist ab 28. Dezember 2016 auf der Website www.keinehalbenkinder.at und auf YouTube unter 

https://www.youtube.com/watch?v=ljA1obSMfjk zu sehen. Verbreitet wird 

der rund zweieinhalb Minuten lange Spot in den sozialen Medien und im Fernsehen.


Herbergsuche: Für junge Flüchtlinge harte Realität

22. Dezember 2016

 

Don Bosco Flüchtlingswerk: Es ist beinahe unmöglich, für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Erreichen ihrer Volljährigkeit passende Wohnmöglichkeiten zu finden.

 

Wien (OTS) - An ihrem 18. Geburtstag ändert sich das Leben unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (UMF) schlagartig. „Mit Erreichen ihrer Volljährigkeit müssen UMF die sozialpädagogischen Einrichtungen verlassen und fallen von einer 24-Stunden-Betreuung ins Nichts“, sagt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, einer Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“ und erklärt: „Die Suche nach einer adäquaten Unterkunft abseits von Erwachsenen-Heimen für Asylwerber gestaltet sich extrem schwierig. Es müssen dringend Angebote entwickelt werden, die einen humanen Übergang in die Selbstständigkeit ermöglichen und gleichzeitig die Integration unterstützen.“

 

Grundstein für ein gelingendes Leben

„Was hilft das Weinen über so viele Übel in der Welt? Es ist besser, sich aller Kräfte zu bedienen, um sie zu beheben“, sagte Johannes Bosco, der große italienische Priester, Apostel der Jugend, Ordensgründer, Sozialpionier und Vorbild der weltweiten Don Bosco Bewegung schon vor über 200 Jahren. Und Don Bosco handelte. Er gründete Wohnheime und Werkstätten und sorgte für schulische, berufliche und sittlich-religiöse Bildung für entwurzelte junge Menschen, bis diese die Reife erlangt hatten, selbstständig für sich selbst zu sorgen.

 

„Damit legte Don Bosco den Grundstein für ein gelingendes Leben der jungen Menschen“, so Kern und weiter: „Die jungen Menschen von heute sind die Erwachsenen von morgen. Wir - und damit auch Bund, Länder und Gemeinden - müssen uns auch aller Kräfte bedienen und geplante und bereits umgesetzte gesetzliche Regelungen neu überdenken, insbesondere den Lehrstellenverlust bei negativen Asylbescheid, die ungerechte Ausnahme von der Ausbildungspflicht bis 18 oder die lange Dauer von Asylverfahren. Junge Flüchtlinge sind in erster Linie junge Menschen, die zur Gesellschaft etwas beitragen und im Leben etwas erreichen möchten. Geben wir ihnen eine echte Chance. Eine ihrem Alter entsprechende Unterkunft und Begleitung über die Volljährigkeit hinaus ist der Anfang davon.“

 

Die Kampagne „Keine halben Kinder“, die vom Don Bosco Flüchtlingswerk initiiert wurde, kämpft mit über 60 Organisationen und vielen prominenten Persönlichkeiten für die Umsetzung aller Kinderrechte für minderjährige Flüchtlinge.


Tag der Kinderrechte: Es ist Zeit, das Richtige zu tun!

18. November 2016

Social Media Kampagne „Keine halben Kinder“ lässt schon heute die Erwachsenen von morgen zu Wort kommen: die Kinder.

 

Wien (OTS) - Das Recht auf Gleichheit und Gleichbehandlung ist in der UN-Kinderrechtskonvention, die am 20. November 1989 verabschiedet wurde, fest verankert. Doch noch immer können zahlreiche Kinder und Jugendliche, allen voran minderjährige Flüchtlinge, von diesen Grundrechten nur träumen.

Viele Kinder, ein Wunsch: Gleichbehandlung!

 

Im Rahmen der Kinderrechts-Kampagne „Keine halben Kinder“ machen rund 60 Organisationen aus dem Kinder- und Jugendbereich auf diese Ungleichheiten aufmerksam. In kurzen Clips lassen sie Kinder zu Wort kommen. Dazu Kampagnen-Initiatorin Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerks: „Wir möchten erreichen, dass das Kind im Flüchtling gesehen wird und nicht der Flüchtling im Kind. Für Kinder sind alle Kinder gleich. In den Clips legen sie die Gründe dafür treffend und überzeugend dar. Es ist unsere Aufgabe den Erwachsenen von morgen die Rahmenbedingungen für ein friedliches Zusammenleben zu ebnen.“

 

Die Clips finden sich auf dem YouTube Kanal von „Keine halben Kinder“ http://bit.ly/2fC5WPm und auf www.keinehalbenkinder.at. Verbreitet werden die Clips am Tag der Kinderrechte mithilfe einer Social Media Aktion.

 

Die Kampagne „Keine halben Kinder“ ist eine Initiative des Don Bosco Flüchtlingswerks, getragen von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen.


Don Bosco Flüchtlingswerk: Diskriminierung von Flüchtlingskindern beenden

18. November 2016

Internationaler Tag der Kinderrechte: Seit Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention vor 27 Jahren werden die Kinderrechte von Österreich blockiert.

 

Wien (OTS) - Die UN-Kinderrechtskonvention verspricht allen Kindern unabhängig von Status, Religion, Herkunft und Geschlecht die Deckung von wesentlichen Bedürfnissen, Schutz und Beteiligung. Dazu Rafael Kirchtag, Vorstandsmitglied des Don Bosco Flüchtlingswerks, eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von „Jugend Eine Welt“: „Leider hat sich die Situation unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge (UMFs) in diesem Jahr massiv verschlechtert anstatt verbessert. UMFs wurden von der Ausbildungspflicht bis 18 ausgeschlossen, der Familiennachzug wurde verschärft und umstrittene Methoden der Altersfeststellung werden nach wie vor angewandt.“

 

Kinderrechte umsetzen

Wer als junger Flüchtling in unser Land kommt, bleibt außen vor. „Flüchtlingskinder werden in erster Linie als Flüchtlinge gesehen, und nicht als Kinder“, empört sich Kirchtag und sagt: „Minderjährige Flüchtlinge haben ein Recht darauf, die Fürsorge und Betreuung zu erhalten, die ihnen laut UN-Kinderrechtskonvention zusteht. Dazu gehört auch das Recht auf Bildung und Ausbildung. Wird Jugendlichen die Bildung verwehrt, verwehrt man ihnen auch die Chance auf ein gelingendes Leben.“

 

Die Kinderrechtskonvention muss gesamt in den Bundesverfassungsraum gehoben werden, damit sich alle Kinder darauf berufen können. „Es ist an der Zeit, endlich alle Kinder gleich zu behandeln und im Flüchtlingskind das Kind und nicht den Flüchtling zu sehen. Die Politik ist gefordert“, so Kirchtag abschließend.


Langer Tag der Flucht: FEEL LIKE A REFUGEE

28. September 2016

Don Bosco Flüchtlingswerk lädt zum Parcours, der Besuchern näherbringen soll, welchen Situationen minderjährige Flüchtlinge ausgesetzt sind und wie sie sich dabei fühlen.

 

Wien (OTS) - Die Worte des Arztes nicht zu verstehen, bezichtigt werden die Unwahrheit zu sagen oder sich mit 5,- Euro am Tag ernähren zu müssen: dies sind nur einige von vielen Situationen, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge tagtäglich erleben. „Der Umgang mit jungen Flüchtlingen ist teils beschämend, entwürdigend und alles andere als mitmenschlich“, empört sich Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes und erklärt: „Wir erwarten keine Bevorzugung, sondern einfach nur Gleichheit. Kinder müssen als Kinder gesehen und behandelt werden, und zwar unabhängig von Status, Religion, Herkunft und Geschlecht. Niemals würde Österreich beispielsweise von österreichischen Kindern verlangen, sich mit 5 Euro am Tag ernähren zu müssen.“

Mitarbeiter des Don Bosco Flüchtlingswerkes, das von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und von Jugend Eine Welt getragen wird, haben den Parcours gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt. „Die Besucher erleben Geschehnisse und durchlaufen Aufgaben und können sich in Folge ihre eigene Meinung bilden. Alle, die den Parcours nicht unterbrechen, werden im Anschluss von jungen Flüchtlingen mit kleinen Speisen aus ihrer Heimat bewirtet“, verrät Kern.

 

Gleichheit für eine gelingende Zukunft 

Ziel der Veranstaltung ist es, Besucher für die Lebensrealitäten junger Flüchtlinge zu sensibilisieren. „Anstatt Grenzen zwischen Menschen zu errichten, sollte Österreich lieber Weitblick beweisen und jungen Menschen Gleichbehandlung und Chancengleichheit ermöglichen. Die Kinder und Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von morgen. Schaffen wir ihnen eine Zukunft ohne Rassismus, Benachteiligung und Vorurteilen“, so Kern abschließend.

 

Wann & Wo: 

Freitag, 30. September 2016 von 11.00 – 15.00 Uhr 

SALE FÜR ALLE im Hof des Salesianum Wien 

1030 Wien, Hagenmüllergasse 31 (Eingang Dietrichstraße)


Ausbildungspflicht bis 18: Österreich stellt wiederholt Kinderrechte in Frage

1. Juli 2016

Das Don Bosco Flüchtlingswerk mahnt die Regierung, die Ausbildung minderjähriger Flüchtlinge nicht zu vergessen.

 

Wien (OTS) - Die Ausbildungspflicht bis 18 Jahre steht kurz vor dem endgültigen Beschuss. Erfolgt nicht noch kurzfristig ein Umdenken, werden minderjährige Flüchtlinge von der Bildungspflicht explizit ausgeschlossen sein. „Ausbildung ist das wichtigste Werkzeug gegen Armut und Radikalisierung“, sagt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, das von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt getragen wird. „Das Recht auf Bildung wird mündigen Kinderflüchtlingen, d.h. ab 14 Jahren, bis dato strukturell verwehrt. Sie jetzt von der Bildungspflicht auszuschließen, ist kurzsichtig und ein Armutszeugnis für Österreich. Es ist der Beginn eines Kreislaufes, der dazu führt, dass Menschen mit Fluchthintergrund nur schwer der Armut entrinnen können.“

 

Missachtung der Kinderrechte

Halten sich Erziehungsberechtigte österreichischer Jugendlicher künftig nicht daran, ihren Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen, kann es zu Sanktionen kommen. „Wer sanktioniert jedoch die österreichische Bundesregierung, die minderjährigen Flüchtlingen die Ausbildung vorenthält, obwohl das Recht auf Bildung seit 25 Jahren in der Kinderrechtskonvention verankert ist“, fragt Kern und fordert: 

„Es ist an der Zeit, allen Kindern, unabhängig von Status, Herkunft und Religion die gleichen Rechte einzuräumen. Dazu gehört auch das Recht auf Bildung und Ausbildung. Unabhängig davon, ob die jungen Menschen später in ihr Ursprungsland zurückkehren oder nicht.“

 

Zukunftschancen geben, nicht nehmen

Rund 6.400 geflüchtete Kinder und Jugendliche benötigen derzeit Bildung- bzw. Ausbildungsmaßnahmen. „Asylverfahren können bis zu 3 Jahre dauern. Anstatt den jungen Menschen in dieser Zeit Bildung zu ermöglichen, wird ihnen wertvolle Lebenszeit gestohlen“, empört sich Kern. „Lässt man junge Flüchtlinge mit österreichischen Jugendlichen lernen, lernen sie nicht nur miteinander, sondern auch solidarisch aneinander. Das wäre dann zugleich auch gelingende Integration.“ Fakten zu den Kinderrechts-Verletzungen auf www.keinehalbenkinder.at


Weltflüchtlingstag: Solidarität zeigen und Perspektiven bieten!

17. Juni 2016

Don Bosco Flüchtlingswerk begrüßt die Tagsatz-Erhöhung, appelliert zu mehr Solidarität in der EU und mahnt, dass Kinderrechte auch für Flüchtlingskinder gelten.

 

Wien (OTS) - Noch immer flüchten tausende minderjährige Flüchtlinge alleine nach Europa. Bis Ende Mai kamen laut UNICEF 7.000 unbegleitete Minderjährige über die zentrale Mittelmeerroute nach Italien. Hunderte sitzen auf den Ägäis-Inseln fest. „Die jungen Menschen sind am Ende ihrer Kräfte, wenn sie nach ihrer Flucht in den südlichen EU-Staaten ankommen“, erklärt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von Jugend Eine Welt. „Die Kapazitäten dieser Länder, die minderjährigen Flüchtlinge angemessen zu betreuen und zu verpflegen, sind erschöpft. Internationale Hilfe ist notwendig. Die EU, darunter auch Österreich, soll sich endlich solidarisch zeigen.“

 

Erhöhter Tagsatz: Erster Schritt in die richtige Richtung

Vor kurzem startete das Flüchtlingswerk gemeinsam mit über 45 Organisationen aus dem Kinder- und Jugendbereich die Kinderrechts-Kampagne „Keine halben Kinder - Kinderrechte sind unteilbar“, die die Gleichstellung aller Kinder fordert. „Ein Jahr nach der Verlautbarung der Tagsatzerhöhung wird durch den endgültigen Beschluss im Burgenland die Tagsatzerhöhung nun endlich umgesetzt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die prekäre Lage minderjähriger Flüchtlinge zu verbessern“, sagt Kern und ergänzt: 

„Wir hoffen sehr, dass noch weitere wichtige Verbesserungen umgesetzt werden und aus halben Kindern ganze Kinder werden. Für eine gelingende Zukunft.“ 

 

Infos zur Kinderrechts-Kampagne unter www.keinehalbenkinder.at

Spenden erbeten an: IBAN: AT21 2011 1280 3544 0500, BIC: GIBAATWW


Don Bosco Flüchtlingswerk macht sich stark für Kinderrechte

2. Juni 2016

Gemeinsam mit über 45 Organisationen aus dem Kinder- und Jugendbereich startet das Don Bosco Flüchtlingswerk die Kampagne „Keine halben Kinder“. Kinderrechte sind unteilbar!

 

Wien (OTS) - Die UN-Kinderrechtskonvention verspricht allen Kindern unabhängig von Status, Religion, Herkunft und Geschlecht die Deckung von essentiellen Bedürfnissen, Schutz und Beteiligung. „Tatsache ist jedoch, dass minderjährige Flüchtlinge von vielen Grundrechten nur träumen können. Sie werden als Kinder 2. Klasse behandelt“, so Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerks, das von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt getragen wird.

 

Diese Ungleichbehandlung zu beenden, ist das Ziel der Kampagne „Keine halben Kinder“. Derzeit sind rund 6.400 minderjährige Flüchtlinge in der Grundversorgung. „Für diese jungen Menschen müssen dringend positive Lebensperspektiven geschaffen werden“, ist Eva Kern, Initiatorin der Kampagne überzeugt. „Die neue Kampagne „Keine halben Kinder“ soll verdeutlichen, dass minderjährige Flüchtlinge massiv diskriminiert werden. Wir möchten erreichen, dass das Kind im Flüchtling gesehen wird und nicht der Flüchtling im Kind.“

 

Die Organisationen fordern:

  • Faire, kindgerechte und zügige Asylverfahren
  • Ausreichende und dem Kindesalter angemessene Betreuungsplätze
  • Tagsatzanpassung an die Tarife der Kinder- und Jugendhilfe
  • Verantwortungsübernahme für minderjährige Flüchtlinge ab dem 1.Tag
  • Geeignete und genügende Bildungs- und Integrationsmaßnahmen
  • Partizipation
  • Muttersprachliche Infos in den Bereichen Gesundheit und Recht
  • Umsetzung des Rechts auf elterliche Fürsorge
  • Gleiche Rechte für alle Kinder – keine halben Kinder!

Detaillierte Infos zur Kampagne und alle teilnehmenden Organisationen finden sich auf der Website www.keinehalbenkinder.at


24-Kilometer-Wallfahrt aus Solidarität mit Menschen auf der Flucht

28. April 2016

Don Bosco Flüchtlingswerk, Pfarre Schwechat und Weltdorf St. Gabriel laden zur aktiven Teilnahme an der 7. Romaria am Samstag, dem 30. April 2016

 

Wien (OTS) - Die Romaria setzt ein klares Zeichen der Solidarität mit Schutzsuchenden und ruft dazu auf, gemeinsam gegen Fremdenhass und Rassismus einzutreten. „Gerade in Zeiten wie diesen, wo Österreich menschliche und soziale Kälte demonstriert und flüchtende Menschen als Bedrohung dargestellt werden, ist es wichtig zu zeigen, dass es auch anders geht“, sagt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, das von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“ getragen wird.

 

Die Wallfahrt startet um 8 Uhr vor der Pfarrkirche Schwechat (Hauptplatz 5). Ab 14 Uhr pausieren die Wallfahrer in der Don Bosco Pfarre Inzersdorf-Neustift (Don Bosco Gasse 14, 1230 Wien), wo junge Flüchtlinge die Gäste mit Gerichten aus ihrer Heimat verköstigen. "Jugendliche, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, zeigen sich als hervorragende Gastgeber. Medienvertreter und Interessierte sind herzlich willkommen, die prekären Lebensrealitäten kennen zu lernen und einfache Speisen zu probieren", so Kern. Erstmals wird heuer eine 2. Route von Traiskirchen angeboten, die auch mit dem Rad gefahren werden kann. Die Wallfahrt endet um 19.30 Uhr mit einem politischen Abendgebet in der Hl. Geist Kirche St. Gabriel (Gabrielerstraße 171, Maria Enzersdorf).

 

Das Don Bosco Flüchtlingswerk bedauert, dass trotz öffentlicher Diskussion und eingeforderter Begutachtungsfrist die Asylnovelle den Nationalrat passiert hat und eine Aushebelung des Asylrechts zur Folge hat. Dazu Kern: „Maßnahmen wie die Österreichischen Asylrechtsverschärfungen lösen das Flüchtlingsproblem nicht, sie verlagern es nur. Die Bundesregierung als auch die Nationalratsabgeordneten haben die weitreichenden Konsequenzen dieses Alleingangs nicht berücksichtigt.“


Don Bosco Flüchtlingswerk fassungslos über Angriff auf die Menschenrechte

13. April 2016

Statt menschliche und soziale Kälte zu demonstrieren und einen Notstand heraufzubeschwören müssen Lösungen im Geiste der europäischen Solidarität gefunden werden.

 

Wien (OTS) - Das Don Bosco Flüchtlingswerk und seine Träger, die Salesianer Don Boscos, die Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt zeigen sich besorgt über die geplante Änderung des Asylgesetzes, das nach einer viel zu kurzen Begutachtungszeit noch im April zustande kommen soll. „Mit der Novelle soll das Asylrecht faktisch außer Kraft gesetzt werden“, empört sich Eva Kern, Geschäftsführerin des humanitären Hilfswerkes und gibt zu bedenken: „Da werden schwere Verstöße gegen die Menschenrechte, aufgrund eines nicht existenten Notstands, geplant. Mit Eilverfahren an den Grenzen soll entschieden werden, ob einem Menschen ein Asylverfahren gewährt oder verwehrt wird. Schutzbestimmungen sind gerade in Krisenzeiten wichtig. Was es derzeit braucht sind Sachlichkeit und wohlüberlegte Entscheidungen, aber keine Kurzschlusshandlungen.“

 

Angriff auf die Schwächsten

Mit der geplanten Änderung wird das Flüchtlingsleid deutlich erhöht. „Das unmenschliche Vorgehen trifft alle. Selbst für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder Frauen mit Kindern sind keine Ausnahmen geplant“, so Kern und weiter: „Das ist nicht nur zutiefst unmenschlich, sondern auch ein schwerer Angriff auf die Menschenrechte und auf den Rechtsstaat! Wir fordern die unbedingte Einhaltung einer ordentlichen mehrwöchigen Begutachtungsfrist, das Überdenken der geplanten Maßnahmen im Sinne einer europäischen Solidarität und entsprechend internationaler Standards zum Schutz von Flüchtlingen, sowie ein Weiterdenken bezüglich der weitreichenden Konsequenzen.“


Flüchtlingsobergrenze und Asyl auf Zeit diskriminieren auch Kinderflüchtlinge

19. Januar 2016

Don Bosco Flüchtlingswerk: Pläne zur Verschärfung der Flüchtlingspolitik sind Zeichen für Hilfslosigkeit im Umgang mit flüchtenden Menschen, darunter viele Minderjährige.

 

Wien (OTS) - Etwa die Hälfte aller Flüchtlinge ist unter 18 Jahre alt. Rund ein Viertel dieser Minderjährigen ist ohne Begleitung Erwachsener auf der Suche nach einem Leben ohne Krieg, Terror und Elend. Dazu Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes: „Es gibt zahlreiche Kriege und Krisenherde. Kinder und Jugendliche sterben bei Kämpfen, werden für den Krieg zwangsrekrutiert, sexuell ausgebeutet oder als Sklaven verkauft. Kein Wunder, dass so viele flüchten, um ihr Leben zu retten.“

 

Die Genfer Flüchtlingskonvention und die UN-Kinderrechtskonvention versprechen Schutz. „Es ist klar, dass nicht jeder zuwandern kann, der dies möchte. Die Gewährung von Asyl ist jedoch ein Rechtsanspruch, kein Gnadenakt“, sagt Kern und erklärt: „Es ist zu gewährleisten, dass Menschen auf der Flucht Schutz finden. Eine Obergrenze für Kriegsflüchtlinge kann es daher nicht geben.“

 

Missachtung der Kinderrechte

Der derzeitige Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) verstößt massiv gegen die UN-Kinderrechtskonvention. „Rund 2.000 UMF befinden sich teils monatelang unzureichend betreut in Massenlagern. Es fehlt an Betreuungsplätzen“, erklärt Kern und weiter: „Die Errichtung neuer Betreuungseinrichtungen scheitert wiederum oftmals an gesetzlichen Blockaden und baurechtlichen Vorschriften, die die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich machen. Hier sind schnelle, pragmatische Lösungen gefragt.“

 

Das Don Bosco Flüchtlingswerk und seine Träger, die Salesianer Don Boscos, die Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt treten für eine Flüchtlingspolitik ein, die Menschen in Not Schutz und Hilfe gewährt. „Kindern und Jugendlichen müssen echte Chancen für ihre Zukunft und eine gute Integration in die österreichische Gesellschaft geboten werden“, so Kern und schließt mit den Worten: „Das ist nur über einen unbefristeten Aufenthaltstitel möglich.“

 

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Don Bosco Flüchtlingswerk: Kinderrechte müssen für alle Kinder gelten

19. November 2015

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge können in Österreich von vielen Grundrechten nur träumen. Gleichgültigkeit gegenüber Flüchtlingskindern muss beendet werden.

 

Wien (OTS) - Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) haben ein Recht darauf, die Fürsorge und Betreuung zu erhalten, die ihnen laut UN-Kinderrechtskonvention zusteht. „Leider sind minderjährige Flüchtlinge noch immer Kinder zweiter Klasse“, sagt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, zur Situation von UMF in Österreich. „Die fraglichen medizinischen Altersfeststellungen, die Ungleichstellung bei der Betreuung, das ungelöste Problem der Obsorge und die Diskriminierung bei der Ausbildung sind nur einige Punkte, bei denen die Kinderrechte massiv missachtet werden. Laut Österreichischer Bundesverfassung ist das Kindeswohl an vorrangige Stelle zu reihen.“

 

Aus Bildung wird Zukunft

Bildung ist ein Kinderrecht. Dazu Kern: „Es fehlt an Deutschkursen und allgemeinen Bildungs- und Integrationsangeboten. Ein Bildungsfahrplan und ein frühes Clearing für junge Flüchtlinge wären wichtig. Bildungsinitiativen sind gerade im Entstehen. Wir hoffen auf eine gute zeitliche und inhaltliche Koordination sowie auf integrative und zielgruppengerechte Angebote. Besonders schwierig ist die Bildungssituation für minderjährige Flüchtlinge, die nicht mehr schulpflichtig sind.“

 

Zukunftschancen geben, nicht nehmen

Die Verschärfung des Asylrechts sieht Kern als Rückschritt: „Asyl auf Zeit heißt für UMF nach einem ohnehin schon langen Asylverfahren nochmals drei Jahre Ungewissheit. Die fatalen Folgen: Schwierigkeiten bei der Lehrplatzsuche, Perspektivenlosigkeit und Verzweiflung.“

 

Kinderrechte und Jugendschutz müssen für alle Kinder gelten, auch für UMF. „Es ist an der Zeit, Kinderflüchtlingen realistische Zukunftschancen zu bieten, die Diskriminierung zu beenden und den positiven Effekten der Migration in der öffentlichen Diskussion mehr Raum zu geben“, fordert Kern und schließt mit den Worten: „Das Don Bosco Flüchtlingswerk und seine Träger, die Salesianer Don Boscos, die Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt treten für die Gleichstellung aller Kinder und Jugendlichen ein. Das setzt voraus, dass Kinderrechte für alle Kinder, unabhängig von Herkunft und sozialem Status, gelten und auch umgesetzt werden.“

 

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Asyl auf Zeit und Verschlechterungen bei der Familienzusammenführung nehmen jungen Flüchtlingen Zukunftsperspektive

4. November 2015

Don Bosco Flüchtlingswerk: Verschärfung im Asylrecht hat weitreichende Folgen für Jugendliche und junge Erwachsene

 

Wien (OTS) - Rund 12% der in Österreich schutzsuchenden Menschen sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF). Ganz alleine haben sich diese Kinder in der Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft ohne Gewalt bis nach Österreich durchgeschlagen. „Im Don Bosco Flüchtlingswerk finden diese Jugendlichen ein Zuhause auf Zeit“, erklärt Eva Kern, Geschäftsführerin des humanitären Hilfswerkes und weiter: „Doch ein Bett alleine ist zu wenig. Junge Menschen brauchen Perspektiven für die Zukunft. Etwas, für das es sich zu leben und lernen lohnt.“

 

Für die meisten UMF klärt sich der Asylstatus erst nach ihrem 18. Geburtstag. „Die Hoffnung auf einen positiven Asylbescheid ist die wichtigste Motivation für Bildung und Integration“, sagt Kern und gibt zu bedenken: „Kommt jetzt Asyl auf Zeit heißt das für die jungen Flüchtlinge, die ihre Volljährigkeit erreicht haben, nichts anderes, als nochmals drei Jahre mit Ungewissheit leben müssen. Zudem wird ihre Integration in den Arbeitsmarkt noch schwieriger als sie ohnehin schon ist. Die Verschlechterung bei der Familienzusammenführung im Erwachsenenalter ist ein weiterer Rückschlag. Für junge Menschen, die sich eine Zukunft aufbauen müssen, ist dieser Zustand des „in der Luft hängens“ demotivierend und kann fatale Folgen haben.“

 

Genauso wie die Grenzzaunfantasie ist für Kern „Asyl light“ ein Symbol der Hilflosigkeit der Politik. „Wir müssen zu einer menschlichen und solidarischen Asylpolitik zurückkehren, zu einem Europa, das Verantwortung übernimmt“, sagt die Geschäftsführerin des Flüchtlingswerkes – eine Initiative der Salesianer Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und von „Jugend Eine Welt“ – und fordert abschließend: „Nutzen wir die Vorteile der Zuwanderung und die Talente der jungen Menschen und gestalten wir ein geeintes Europa, das seine Verpflichtungen erkennt und verantwortungsvoll wahrnimmt.“

 

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Kindeswohl vor Barrierefreiheit

7. Oktober 2015

Rasche Schaffung von Betreuungsplätzen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) scheitert an kosten- und zeitintensiven Auflagen wie der Barrierefreiheit.

 

Wien (OTS) - Rund 3000 minderjährige Flüchtlinge, so viele wie noch nie, befinden sich derzeit in Erstaufnahmezentren des Bundes und warten auf Weitervermittlung in sozialpädagogische Betreuungseinrichtungen. Doch es fehlen hunderte Betreuungsplätze. "Wir möchten rasch helfen und sind dabei 30 zusätzliche Plätze zu schaffen", erzählt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes. "Die Immobilie in Kärnten bietet die besten Voraussetzungen für ein gutes Zuhause für junge Menschen. Wir wollten noch vor Wintereinbruch eröffnen, doch durch die gesetzlich vorgeschriebenen Umbauten wie die Barrierefreiheit, die viel Zeit und Geld kosten, wird das Haus erst nächstes Jahr bezugsfertig."

 

Kindeswohl voranstellen

"Die Vorgaben zur Barrierefreiheit in Kinder- und Jugendeinrichtungen sind wichtig und sollen auch nicht gesenkt werden, denn alle Kinder sollen gleich behandelt werden", betont Kern und fragt: "Doch ist es in einer Ausnahmesituation, wo tausende minderjährige Flüchtlinge ohne adäquate Betreuung in Massenlagern leben nicht kurzsichtig, Kinder lieber unbetreut zu lassen anstatt sie in einem nicht barrierefreien Haus, dafür aber mit einer ihrem Alter entsprechenden Betreuung leben zu lassen?"

 

"Wie in der Österreichischen Verfassung verankert, sollte das Kindeswohl vorangestellt werden", so die Geschäftsführerin des Flüchtlingswerkes - eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von Jugend Eine Welt - und schließt mit der dringenden Bitte an die Bundesregierung, die Barrierefreiheit in Ausnahmefällen zu überdenken.

 

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Don Bosco Flüchtlingswerk: Hoffnung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

3. August 2015

Das Don Bosco Flüchtlingswerk begrüßt die Umsetzung der langjährigen Forderung, den Tagsatz für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) zu erhöhen.

 

Wien (OTS) - Beim Flüchtlingsgipfel am Freitag wurde die Erhöhung des Tagsatzes von Euro 77 auf Euro 95 beschlossen. Dazu Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes: "Die Bundesregierung hat einen großen Schritt in die richtige Richtung gesetzt um die prekäre Lage minderjähriger Flüchtlinge zu verbessern. Das Bosco Flüchtlingswerk und seine Träger, die Salesianer Don Boscos, die Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt begrüßen diesen Schritt und hoffen, dass noch weitere wichtige Verbesserungen umgesetzt werden."

 

Im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention gibt es noch viel zu tun. "Die Übernahme der UMF in die Obsorge der Kinder- und Jugendhilfe, faire und zügige Asylverfahren sowie das Angebot von realistischen Bildungschancen und Lebensperspektiven, die die jungen Menschen in ein gelingendes Leben begleiten", gibt Kern abschließend zu bedenken.

 

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Österreich lässt schutzbedürftige Kinder und Jugendliche im Stich

19. Juni 2015

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) werden massiv benachteiligt. Don Bosco Flüchtlingswerk fordert gleiches Recht für alle Kinder.

 

Wien (OTS) - Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern aus ihrer Heimat fliehen müssen, zählen zu den Ärmsten der Armen. "In einem Alter, wo Kinder normalerweise zur Schule gehen oder eine Berufsausbildung machen, haben diese jungen Menschen bereits Gewalt, Not und Verzweiflung erlebt", so Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes. "Doch statt Hilfe, Beistand, Stabilität und einer echten Lebensperspektive erwartet die jungen Menschen, die es bis nach Österreich geschafft haben, meist ein monatelanges Dasein in einem Flüchtlingslager ohne adäquate Betreuung, die so dringend erforderlich wäre. Das ist nicht nur eine Schande für Österreich sondern auch eine schwere Missachtung der UN-Kinderrechtskonvention."

 

Kindeswohl in den Vordergrund stellen

Das Don Bosco Flüchtlingswerk und seine Träger, die Salesianer Don Boscos, die Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt, fordern eine sofortige Behebung der Missstände sowie adäquate und altersgerechte Betreuung in den Erstaufnahmezentren des Bundes.

Weiters tritt das Flüchtlingswerk für eine Gleichstellung aller Kinder ein und

  • drängt auf die Übernahme aller UMF in die Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe
  • die Anpassung der Betreuungs-Tagsätze
  • faire und zügige Asylverfahren
  • Altersfeststellungen nur in Ausnahmefällen
  • und die Bereitstellung von adäquaten Immobilien zur Anmietung durch NGOs

Kinderrechte umsetzen und Verantwortung wahrnehmen

Österreich hat sich vor über 25 Jahren verpflichtet, die UN-Kinderrechtskonvention umzusetzen. "Dazu gehören unter anderem die Gleichstellung aller Kinder, Schutz und Hilfe, Bildung sowie die Nicht-Diskriminierung und die Wahrung der Interessen des Kindes. Es ist höchste Zeit, dass Österreich endlich seine Verantwortung wahrnimmt", so Eva Kern abschließend.

 

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Don Bosco Flüchtlingswerk: Mehr Unterstützung von Bund und Länder

16. Mai 2015

Konstruktivere Zusammenarbeit kann Bereitstellung von Betreuungsplätzen beschleunigen und künftigen Engpässen bei der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge vorbeugen.

 

Wien (OTS) - Über 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge warten in Erstaufnahmezentren auf sozialpädagogische Betreuungsplätze. Die Schaffung von neuen Quartieren gestaltet sich allerdings schwierig und langwierig. Dazu Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes: "Passende und vor allem leistbare Immobilien sind schwer zu finden. Danach muss die kostenintensive Adaptierung der Immobilie nach den Auflagen der Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt werden. Unterstützung des Bundes und der Länder bei der Schaffung von Quartieren würde wertvolle Zeit sparen. Ebenso sollten langfristige Pläne erarbeitet werden, die aktuelle Krisen und Prognosen ins Kalkül ziehen und eine realistische Planung ermöglichen."

 

Nicht nur reden, sondern handeln

Bund und Länder müssen endlich Verantwortung übernehmen und unterstützend tätig werden. "Wichtig ist eine langfristige, realistische Planung welche die Voraussetzung für eine gute Flüchtlingsversorgung ist. Eine Anpassung der Tagsätze, Förderungen für die Instandsetzung der neuen Unterbringungsmöglichkeiten und Engagement bei der Suche nach geeigneten und leistbaren Immobilien", so Kern.

 

Verantwortung übernehmen und Kinderrechte wahren

Kinder haben, ganz egal woher sie kommen, Rechte. "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge müssen gemäß der UN Kinderrechtskonvention, der sich Österreich verpflichtet hat, adäquat betreut werden. Eine Unterbringung von Minderjährigen in Zeltstädten oder Massenlagern, wie sie derzeit in Aussicht gestellt wird, ist unverantwortlich und auch vorübergehend nicht vertretbar", so Kern abschließend.

Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria ist eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen.


Lasset den Worten Taten folgen

7. Mai 2015

 

Das Don Bosco Flüchtlingswerk begrüßt die Zusagen der Landeshauptleute, nötige Quartiere für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitzustellen.

 

Wien (OTS) - Über 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) warten zurzeit in Erstaufnahmezentren auf altersgerechte Betreuungsplätze. Dazu Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes: "Schon seit Jahren wird auf das Fehlen von sozialpädagogischen Betreuungsplätzen für minderjährige Flüchtlinge hingewiesen. Wir freuen uns über die Zusage, bis zum Sommer altersgerechte Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen", und weiter: 

"Wir bedauern es aber, dass keine konkreten Maßnahmen zur raschen Umsetzung vorgeschlagen wurden. Wichtig wären eine geregelte Obsorge für UMF, eine Anpassung der Tagsätze und Förderungen für die Instandsetzung der neuen Unterbringungsmöglichkeiten, da die Tagsätze keine Investitionen zulassen."

 

Realistische Kostensätze

Der Grundversorgungshöchsttagsatz für UMFs liegt derzeit bei 77 Euro. "Dieser Betrag ist zu niedrig. Der Tagsatz für einheimische Kinder beginnt bei 120 Euro aufwärts, bei nahezu gleich verlangter Leistung", so Kern. "Es liegt an der Bundesregierung, endlich Gleichheit im Sinne der Kinderrechtekonvention zu schaffen. Wir brauchen dringend realistische Kostensätze, die den jungen Flüchtlingen bessere Startchancen eröffnen. Eine lediglich an den Verbraucherpreisindex angepasste Erhöhung ist keine Lösung."

 

Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria ist eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen. 

Spenden erbeten an: IBAN: AT21 2011 1280 3544 0500, BIC: GIBAATWW


24 Kilometer-Wallfahrt aus Solidarität mit Flüchtlingen

21. April 2015

Das Don Bosco Flüchtlingswerk lädt gemeinsam mit der Pfarre Schwechat und dem Weltdorf St. Gabriel zur aktiven Teilnahme an der 6. Romaria am Samstag, dem 25. April

 

Wien (OTS) - 24 Kilometer zu Fuß am Stadtrand von Wien, von Flüchtlingsheim zu Flüchtlingsheim: einen ganzen Tag lang wird mit der Romaria ein starkes Zeichen für die Aufnahme von Flüchtlingen gesetzt. Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, erklärt: "Mit dieser Wallfahrt laden die Veranstalter dazu ein, ein Zeichen der Solidarität mit allen Schutzsuchenden in Österreich zu setzen und gleichzeitig gegen restriktive Fremden- und Asylgesetze in unserem Land, aber auch EU-weit, aufzutreten und somit auch gegen jeglichen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu protestieren."

 

Die Wallfahrt startet um 8 Uhr in der Pfarrkirche Schwechat (Hauptplatz 5). Ab 14 Uhr pausieren die Wallfahrer in der Don Bosco Pfarre Inzersdorf-Neustift (Don Bosco Gasse 14, 1230 Wien), wo junge Flüchtlinge die Gäste mit Gerichten aus ihrer Heimat verköstigen. "Jugendliche, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, zeigen sich als hervorragende Gastgeber. JournalistInnen und alle engagierten BürgerInnen sind herzlich willkommen, die prekären Lebensrealitäten kennen zu lernen und einfache Speisen zu probieren", so Kern. Die Wallfahrt endet um 19.30 Uhr mit einem politischen Abendgebet in der Hl. Geist Kirche St. Gabriel (Gabrielerstraße 171, Maria Enzersdorf).

 

Flucht ist kein Kinderspiel

Das Don Bosco Flüchtlingswerk tritt anlässlich der Romaria für die Rechte schutzbedürftiger Jugendlicher ein. "Kinderrechte und Jugendschutz müssen für alle Kinder gelten, auch für minderjährige Flüchtlinge", sagt Kern. "Dazu gehören die Anpassung der Tagsätze und des Essensgeldes, alternative Methoden zur Altersbestimmung und eine Gesetzgebung, die keine Unterschiede bei der Herkunft kennt."

 

Das Don Bosco Flüchtlingswerk möchte nicht hinnehmen, dass jährlich tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken. "Wir sind erschüttert über die immer wiederkehrenden Flüchtlingstragödien im Mittelmeer. Es müssen dringend legale Fluchtmöglichkeiten und Migrationswege nach Europa geschaffen werden", so Kern und weiter: "Der freie Waren- und Personenverkehr ist im Namen der Wirtschaft und des Profites eine Selbstverständlichkeit. Geht es um Menschen, die Schutz suchen, bleiben unsere Grenzen zu. Diese Wertigkeit sollte dringend überdacht werden."

 

Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria ist eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen.

 

Spenden erbeten an: Erste Bank; IBAN: AT21 2011 1280 3544 0500; BIC: 

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Altersgerechte Versorgung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

19. Februar 2015

Das Don Bosco Flüchtlingswerk unterstützt gemeinsam mit anderen Organisationen die Forderung nach adäquater Unterbringung und Betreuung junger Flüchtlinge.

 

Wien (OTS) - In einem offenen Brief an Bundesministerin Johanna Mikl-Leitner sowie an alle Landeshauptleute fordert die Bundesjugendvertretung die Schaffung von ausreichenden und adäquaten Grundversorgungseinrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Dazu Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes: "Die jungen Menschen haben Schreckliches erlebt und brauchen schnellstmöglich Sicherheit, Stabilität und vor allem altersgerechte Betreuung. Tatsache ist, dass zurzeit hunderte Betreuungsplätze fehlen und die Minderjährigen infolgedessen viel zu lange in Bundesbetreuungsstellen leben müssen."

 

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMFs) werden im Vergleich zu österreichischen Kindern diskriminiert. "Die Tagsätze für die Kinder-und Jugendhilfe sind im Schnitt drei Mal höher als die von Grundversorgungseinrichtungen für UMFs", so Kern und weiter: "Alle Kinder sind gleich! Darum sollte die österreichische Bundesregierung im Sinne der Kinderrechte endlich ihre Verantwortung wahrnehmen, die Tagsätze angleichen und das damit Wohl der Kinder in den Vordergrund stellen."

 

Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria ist eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen. 

Bitte spenden Sie: IBAN: AT21 2011 1280 3544 0500, BIC: GIBAATWWXXX


Kein Platz für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich

10. Februar 2015

Fast 800 Minderjährige zwischen 14 und 18 Jahren warten in Flüchtlingslagern ohne entsprechende Betreuung auf ein Zuhause auf Zeit.

 

Wien (OTS) - Die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge kommen aus großer Not, haben meist Schreckliches erlebt und sind oft belastet mit traumatischen Fluchterfahrungen. Statt der Aussicht auf ein lebenswertes Leben erwartet die jungen Menschen, die es bis nach Österreich geschafft haben, ein oft monatelanges Dasein in einem Flüchtlingslager. Dazu Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes: "Zur Zeit fehlen hunderte Betreuungsplätze. Für die Jugendlichen ist das Leben in Massenlagern wie Traiskirchen eine Qual. Sie brauchen Sicherheit, Stabilität, altersgemäße Betreuung, Bildung und vor allem eine echte Lebensperspektive. Ihnen zu helfen ist nicht nur eine moralische, sondern auch eine gesetzliche Pflicht."

 

Hin und Her mit jungen Menschen

300 minderjährige Flüchtlinge, die in Übergangsquartieren in Wien untergebracht waren, wurden nach deren Schließung laut Medienberichten wieder nach Traiskirchen gebracht. Dazu Kern: "Hier werden Missstände im Asylwesen am Rücken besonders schutzwürdiger junger Menschen ausgetragen. Statt die Jugendlichen adäquat zu betreuen und zu fördern, werden sie hin und her geschoben."

 

Forderung nach rascher Handlung

Dringender Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung ist gefordert. "Minderjährige auf der Flucht sind vorrangig Kinder und erst in zweiter Linie Flüchtlinge", so Kern und weiter: "Kinderrechte und Jugendschutz müssen für alle Kinder gelten, auch für minderjährige Flüchtlinge. Bei allem Verständnis für die, auch für die Bundesregierung, nicht einfache Situation. Es müssen dringend neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Die derzeitige Lage der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ist mit den verfassungsrechtlich verankerten Kinderrechten nicht vereinbar. Das Don Bosco Flüchtlingswerk - eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen - ist bereit, neue Plätze zu schaffen und zu helfen, damit das Leben junger Menschen gelingt."

 

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Enquete Kinderrechte: Minderjährige Flüchtlinge sind Kinder zweiter Klasse

10. November 2014

Das Don Bosco Flüchtlingswerk weist auf gravierende Unterschiede zwischen Flüchtlingskindern und österreichischen Kindern hin und fordert Gleichstellung.

 

Wien (OTS) - Dass Kinder geschützt werden müssen, darin sind sich in Österreich alle einig. Allerdings haben die guten Vorsätze Grenzen. "Seit Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention vor 25 Jahren werden die Kinderrechte von Österreich blockiert. Denn wer als junger Flüchtling in unser Land kommt, bleibt außen vor. Flüchtlingskinder werden in erster Linie als Flüchtlinge gesehen - und nicht als Kinder", sagt Mag. Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes.

 

Flüchtlingskinder hungern

Jugendliche Flüchtlinge erhalten 5,- Euro Essengeld pro Tag. Dazu Kern: "Mit diesem Betrag, der vor 10 Jahren beschlossen wurde, können sich Jugendliche weder ausreichend noch ausgewogen ernähren. Nach dem Lebensmittelpreisindex benötigen die Jugendlichen heute 16,- Euro am Tag, um sich ein Frühstück, eine Schuljause, ein warmes Mittagessen sowie ein leichtes Abendessen zu leisten."

 

Recht auf Gesundheit und Ausbildung

Das Recht auf Gesundheit wird missachtet. "Die zwangsweise Altersbestimmung mittels Röntgenstrahlen muss beendet werden. Röntgen ist eine gefährliche ärztliche Maßnahme. Außerdem verhält sich der menschliche Körper im Wachstum nicht immer statistisch korrekt", erklärt Kern. Und weiter: "Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Bildung und Ausbildung. Österreich muss allen Kindern das Recht auf Schul- oder berufliche Ausbildung einräumen, ohne Diskriminierung."

 

Gleichstellung bei der Betreuung

Auch für die Betreuungseinrichtungen wird es immer schwieriger. "Die Tagsätze für die Betreuung junger Flüchtlinge wurden nur marginal valorisiert. Gleichzeitig steigen die Kosten sowie die Anforderungen. In herkömmlichen Einrichtungen der Jugendwohlfahrt werden drei- bis vierfache Sätze bezahlt. Sind Kinder im Sinne der Kinderrechtskonvention nicht immer gleich?" so Kern.

 

Weiterbetreuung der Altersgruppe 18plus

Am Tag ihres 18. Geburtstages endet die Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge von heute auf morgen. Dazu Kern: "Den jungen Menschen wird mit dieser Maßnahme der Boden unter den Füßen weggezogen, sie fallen ins Nichts. Zur Betreuung der Altersgruppe 18plus müssen adäquate Angebote entwickelt werden."

 

Das Don Bosco Flüchtlingswerk und seine Träger, die Salesianer Don Boscos, die Don Bosco Schwestern und "Jugend Eine Welt" treten für die Gleichstellung aller Kinder und Jugendlichen ein.

Sie fordern

  • die Anpassung des Essensgeldes und der Tagsätze,
  • alternative Methoden zur Alters-Bestimmung,
  • eine Maßnahme für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Alter 18 plus
  • und ein Ausbildungsrecht, das keine Unterschiede bei der Herkunft kennt.

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Zelte und Kasernen sind kein Ort für schutzsuchende Kinder und Jugendliche

23. September 2014

Das Don Bosco Flüchtlingswerk fordert mehr Solidarität und Menschlichkeit von den Bundesländern sowie humanitäre Betreuung und Unterbringung für Flüchtlinge.

 

Wien (OTS) - Die geplante Unterbringung von schutzsuchenden Menschen in Zelten und Kasernen, darunter viele Kinder und Jugendliche, ist für ein wohlhabendes Land wie Österreich ein Armutszeugnis. Dazu Mag. Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes: "Viele Flüchtlinge haben auf ihrer Flucht Schreckliches erlebt und brauchen schnellstmögliche Hilfe und Betreuung. Eine Flucht ist kein Kinderspiel und das Erlebte hinterlässt Spuren in Form eines Traumas! Massenquartiere sind mit Sicherheit - und sei es nur vorübergehend -kein Platz für Minderjährige. Bund und Länder müssen sich endlich auf eine menschenwürdige Lösung für Schutzsuchende einigen."

 

Verantwortung übernehmen und Rechte der Kinder wahren

Kinder haben, ganz egal woher sie kommen, Rechte. Dazu gehört auch das Recht auf Betreuung, Bildung und Teilhabe in der Gesellschaft. "Durch ihre Flucht haben asylsuchende Kinder und Jugendliche enorme Lücken in ihrer Bildungslaufbahn", so Kern. Und weiter: "Es ist unsere Pflicht, den jungen Menschen neben sozialpädagogischer Betreuung sogleich auch Bildung und die Teilhabe am täglichen Leben zu ermöglichen."

 

Die verlorene Zeit

Wie wichtig die Teilhabe am täglichen Leben ist, zeigt der Film "DIE VERLORENE ZEIT", den das Flüchtlingswerk am Freitag, dem 26. September 2014, dem "Langen Tag der Flucht" um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche Neuerdberg in der Hagenmüllergasse 33 im 3. Wiener Bezirk zeigt. Dazu Kern: "Der Film wurde zur Gänze von jungen Asylwerbern der "Nachbetreuung Moses" des Don Bosco Flüchtlingswerkes umgesetzt. Begleitet und unterstützt wurden die jungen Erwachsenen von Miriam Fassbender (Regisseurin und Dokumentarfilmerin "Fremd"). Er zeigt das Leben ehemals unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die mit einem unsicheren Aufenthaltsstatus zu kämpfen haben. Die Teilnahme ist frei, wir freuen uns auf viele Besucher."

 

Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria ist eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen.

 

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Weltflüchtlingstag: Don Bosco Flüchtlingswerk fordert rasche Hilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

18. Juni 2014

Derzeit befinden sich tausende minderjährige Flüchtlinge alleine in den EU-Mittelmeerstaaten. Das Flüchtlingswerk fordert Hilfe und die Aufnahme von 300 Minderjährigen.

 

Wien (OTS) - "Die meisten jungen Menschen sind schwer traumatisiert, wenn sie nach ihrer Flucht in den südlichen EU-Staaten wie Griechenland, Malta, Zypern, Spanien oder Italien ankommen", erklärt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes. "Die Kapazitäten dieser Länder, die minderjährigen Flüchtlinge angemessen zu betreuen und zu verpflegen, sind erschöpft. Alleine in Italien sind seit Jahresbeginn geschätzte 7000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gestrandet."

 

Rasche und unbürokratische Hilfe

Das Don Bosco Flüchtlingswerk ruft dazu auf, die südlichen EU-Länder, allen voran Italien, im Umgang mit der Flüchtlingswelle nicht allein zu lassen. Dazu Kern: "Internationale Hilfe ist notwendig. Die EU, darunter auch Österreich, soll sich endlich solidarisch zeigen. Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, dem Nachbarstaat Italien zu helfen und dreihundert unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen. Diese sollen in entsprechenden Einrichtungen betreut und gefördert werden."

 

Kinderrechte müssen für alle gelten

"Lassen wir die Kinder und Jugendlichen nicht im Stich, schaffen wir keine verlorene Generation", so die Geschäftsführerin des sozialpädagogischen Jugendhilfswerkes. "Kinderrechte und Jugendschutz müssen für alle Kinder gelten, auch für minderjährige Flüchtlinge. Wir wiederholen die Bereitschaft, gemeinsam mit Ordensgemeinschaften betreute Unterkünfte zu schaffen und so jungen Menschen ein sicheres und stabiles "Zuhause auf Zeit" als Basis für eine gelingende Zukunft zu geben."

Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria ist eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen.

 

Bitte spenden Sie für die Jugendlichen: Erste Bank; IBAN: AT21 2011 1280 3544 0500; BIC: GIBAATWW