Rohbau des neuen Wohnhauses kurz vor Fertigstellung

Mit einer Segensfeier ist am Dienstag die Schlussstein-Setzung für den Neubau unseres neuen Wohnhauses für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge begangen worden. Mit symbolischen Gegenständen, die in einen Schacht gelegt und in das Haus eingeschlossen wurden, wurden die Säulen des Wohnhauses dargestellt.  

 

Der Stein der Berliner Mauer, den Provinzial P. Petrus Obermüller SDB beim Spatenstich übergeben hatte, steht als Symbol für die Freiheit. Herr Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von „Jugend Eine Welt“ legte einen roten Bleistift nieder, der symbolisch für den unbezahlbaren Wert von Bildung, für Schule, Berufsausbildung und Herzensbildung steht.

 

Die jugendlichen Bewohner des Flüchtlingswerkes schrieben Wünsche für die Zukunft nieder, die in einer Box verschlossen auch künftigen Bewohnern Glück und Chancen für die Zukunft bringen sollen.

 

Eva Kern, die Geschäftsführerin des Flüchtlingswerkes freute sich darüber, dass die Fertigstellung unseres neuen Wohnheimes wieder ein Stück näher gerückt ist. „Für uns alle, aber vor allem für unsere Jugendlichen und für all jene jungen Menschen, die hier künftig ein Zuhause auf Zeit finden werden, ist dies ein großer Moment“, so Kern. „Denn ein Dach über dem Kopf zu haben, ist für junge Flüchtlinge alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Ihnen wurde in ihrer Heimat nicht nur ihre Kindheit geraubt, sondern auch ihr Zuhause. Doch dieses Haus wird für die jungen Menschen noch mehr bedeuten. Es wird ihnen Geborgenheit, Schutz und Zuversicht für eine gelingende Zukunft bieten. Wir freuen uns schon jetzt, wenn wir den jungen Menschen auch die neue Tür öffnen können.“

 

Anschließend wurde das Haus von Pater Alois Saghy SDB, der die festliche Feier gestaltet hatte, gesegnet. Pater Saghy betonte bei seinen feierlichen Worten, dass das Stück der Berliner Mauer welches im Fundament des neuen Wohnhauses für immer seinen Platz gefunden hat, auch für die friedliche Überwindung von Barrieren steht.